Code of Conduct

Was bedeutet „Code of Conduct“, warum werden Zertifizierungen vorgenommen?

HEUNEC ist ICTI- und BSCi-zertifiziert

Alle Produkte werden in ICTI- oder BSCI-zertifizierten Produktionsstätten in Asien nach höchstem Qualitätsstandard gefertigt. HEUNEC gehört zu den Pionieren und ersten Firmen, deren Produktionsstätten nach dem „Code of Conduct“ zertifiziert wurden. Diese Zertifizierungen werden alljährlich erneuert.

Sicherlich kann man selbst viele Dinge vor Ort in den Fabriken erkennen (wie Notausgänge, Feuerlöscher, Kinderarbeit, sanitäre Verhältnisse, Arbeitszeiten), doch ob korrekt bezahlt wird, ob die Mitarbeiter über ihre Rechte informiert werden u. ä., dies entzieht sich den Beobachtungsmöglichkeiten. Diese Aufgabe erfüllen unabhängige Prüfinstitute wie SGS, TÜV oder LGA.

Diese Zertifizierungen werden im Auftrag von ICTI und BSCI vorgenommen und müssen jährlich, bzw. alle drei Jahre erneuert werden. Das Kürzel ICTI bedeutet International Council of Toy Industries (= Weltspielwarenverband) mit Sitz in Hongkong. Dessen Vereinbarungen regeln, ebenso wie die der BSCI, soziale Standards, Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzsicherheit und Umweltschutz – und das kann „große“ Themen bedeuten, wie z.B. das Verbot von Kinderarbeit, aber auch Details wie z.B. die Forderung, daß die Regeln allen Arbeitnehmern mündlich und schriftlich durch einen Aushang in ihrer Sprache zugänglich gemacht werden müssen.

Die Prüfung an sich und auch die Folgeprüfungen sind mit sehr hohem Aufwand verbunden. Es gibt lange Fragebögen, in denen alles abgeklopft wird. Während der Prüfung werden auch die Mitarbeiter befragt. Dabei geht es hauptsächlich um Bezahlung, Überstunden, ob generell Druck ausgeübt wird oder ob es Bestrafungen bei Fehlen durch Krankheit oder bei Arbeitsfehlern gibt.

Der Verhaltenskodex der BSCI (Business Social Compliance Initiative mit Sitz in Brüssel) basiert u.a. auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Menschenrechtserklärung der UNO, den Konventionen der UNO über die Rechte von Kindern sowie über die Abschaffung jeglicher Form der Diskriminierung von Frauen.

Pressemeldungen über extrem harte Arbeit unter unzumutbaren Bedingungen haben uns, ebenso wie die über mangelnde Produktsicherheit, in den letzten Jahren wiederholt aufgeschreckt und zu der Gründung von ICTI und BSCI geführt. Kinderarbeit, Hungerlöhne oder die Verwendung giftiger Farben waren auch in unserem Land noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts speziell in der Spielwarenindustrie gang und gäbe. Die Regeln von ICTI und BCCI sollen dazu führen, daß in Zukunft solche Mißstände auch in Übersee der Vergangenheit angehören.
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